Geokodierung

Problemlösung durch Verortung von Adressen

Bei der Lösung zahlreicher Problemstellungen kann eine georeferenzierte Betrachtungsweise weiterhelfen. Hierbei ist die sogenannte Geokodierung, also die Verortung von Adressen, unerlässlich.

Im Allgemeinen versteht man unter der Geokodierung die Verknüpfung zwischen Sach- und Geodaten. Objektdaten erhalten also einen Raumbezug. Um diese Beziehung herzustellen, verwendet die infas 360 ihren hauseigenen Geocoder, den PAGS-Coder. Dieser basiert auf einer jährlich aktualisierten Adressbasis. Dabei ist nicht nur eine adressgenau Geokodierung möglich, sondern auch eine Verknüpfung mit anderen Ebenen:

⦁ AGS2 (Bundesland)
⦁ AGS3 (Regierungsbezirk)
⦁ AGS5 (Kreis)
⦁ AGS8 (Gemeinde)
⦁ AGS11 (Ortsteil)
⦁ AGS13 (Gemeinde + PLZ)
⦁ AGS16 (Ortsteil + PLZ)
⦁ AGS20 (Siedlungsblock)
⦁ AGS22 (Straßenabschnitt)
⦁ AGS24 (Gebäude)
⦁ AGS27 (Adresse)

(hier PAGS-Pyramide)

Jede geokodierte Adresse erhält neben ihrer entsprechenden Geokoordinate, auch alle AGS-Schlüssel. Somit sind Analysen nicht nur auf Adressebene möglich. Zudem können über diese AGS-Schlüssel weitere Daten aus dem Datenbestand der infas 360 oder anderen Anbietern angespielt werden.

Auch fehlerhafte Adressen können durch den PAGS-Coder geokodiert werden. Ein eingebauter Algorithmus erkennt Tippfehler und ordnet Adressen richtig zu. So ist bspw. eine Verbesserung der Referenzadressen möglich. Zudem ist es irrelevant, ob Straße und Hausnummer in einem oder zwei Feldern an den PAGS-Coder übergeben werden. Ein Trennungsmechanismus stellt sicher, dass die Inputfaktoren richtig zugeordnet werden.

Beispiel: Ollenhauerstraße 1, 53113 Bonn

Die nebenstehende Darstellung zeigt ein Beispiel für eine Geokodierung. Hier wurden Inputdaten absichtlich manipuliert. Statt „Ollenhauerstraße“ wurde „Olenhauerstraße“ eingegeben. Außerdem wurde bei der Postleitzahl die zweite Ziffer verfälscht.

Wie sich an dem Ergebnis erkennen lässt, findet der PAGS-Coder trotz der Fehler die richtige Adresse. Er weißt den Nutzer jedoch darauf hin, dass die Eingaben Differenzen im Vergleich zur Ausgabe enthalten. Es wird eine Trefferwahrscheinlichkeit angegeben und jeder einzelne Inputfaktor wird hinsichtlich seiner Qualität bewertet.

Der Output beinhaltet zusätzlich zu der „korrigierten“ Adresse inkl. Ortsteilen auch die entsprechenden Koordinaten in vier verschiedenen Koordinatensystemen. Die AGS-Schlüssel werden ebenfalls ausgegeben. Über diese könnten nun weitere Variablen angespielt werden. Neben einer Nutzung im Einzelmodus kann der PAGS-Coder auch im Batchmodus verwendet werden.

Reverse-Geocoder

Mit dem Reverse-Geocoder besteht die Option zu Geometrien die nächste oder die x-nächsten Adressen zu finden. Hierbei kann der Suchradius beliebig gewählt werden. Insofern ist die Zuordnung von Geokoordinaten zu den entsprechenden Adressen und AGS-Schlüsseln problemlos realisierbar.

Geokoder für Österreich und die Schweiz

Neben der Geokodierung für Deutschland, bietet die infas 360 einen Geocoder für Österreich und die Schweiz an. Folgerichtig können auch Referenzadressen aus diesen beiden Ländern georeferenziert werden.

Autor: Sebastian Hugo

Infografik zum Thema Geokodierung, Verortung von Adressen

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