Personas in der Energiewende

Die Voraussetzung für eine soziale Klimapolitik ist ein klares Bild von den unterschiedlichen Lebensrealitäten im Land. Dafür wurden vom www.sozial-klimarat.de Personas in der Energiewende entwickelt, denn es braucht differenzierte Lösungen, um die sich daraus ergebenden unterschiedlichen Herausforderungen zu adressieren. Die insgesamt 16 Personas, die die deutsche Bevölkerung repräsentieren, wurden auf Basis eines umfassenden Clusteranalyse von infas 360 gebäudescharf lokalisiert. Der Datensatz kombiniert so relevante Informationen zu Einkommen, Alter, Energiebedarf oder dem Anteil von E-Autos mit KI-basierten Personenprofilen. Jedes steht beispielhaft für eine relevante Lebenslage.

Vorgehen: Clusteranalyse von 19,4 Mio. Wohngebäuden

Auf Basis ausgewählter Merkmale, die in der Gebäudedatenbank CASA vorliegen, wurde eine Cluster- und Diskriminanzanalyse durchgeführt. Es wurden 20 statistische Gruppen identifiziert, die nach weiterer Datenanreicherung mit weiteren, hunderten mikrogeographischen Variablen deskriptiv zu 16 Gruppen unter- und 3 Obergruppen zusammengefasst wurden.

Clusteranalyse auf Basis ausgesuchter Gebäudemerkmale

Ergebnis: 16 Personas in der Energiewende

Die statistischen Gruppen quantitativer Daten wurden mit Personas aus dem qualitativen Policy-Design abgeglichen und mit KI-generierten Profilen untermauert. Das Ergebnis wurde am 15 Mai 2024 auf der 2. Tagung des Sozial-Klimarats vorgestellt. Mit beeindruckender Resonanz, denn erstmals überhaupt wurden Personas in der Energiewende entwickelt, deren adressgenaue Lokalisierung deutschlandweit für alle rund 10.800 Kommunen berechnet wurden. Die Ergebnisse der Studie sind hier nachzulesen (Präsentation als Download).

Robert Mertens – einer von 16 Personas in der Energiewende

Mehrwert: Regionale Auswertungen und Adressierung möglich

Teil der besonderen analytischen Leistung ist die Übertragung der Ergebnisse auf alle 19.4 Mio. Wohngebäude. Damit lassen sich beliebige regionale Auswertungen fahren. Die deutsche Gr0ßstadt, bei der der Policy-Mix am dringlichsten neu ausgerichtet werden muss, ist Mönchengladbach. Bonn steht sich besser. Aber auch hier ist ein Redesign des Policy-Mix notwendig, da lediglich 18% der Menschen in der Bundesstadt „gut“ an die Herausforderungen zur Dekarbonisierung angepasst sind.

Kontakt

Consulting@infas360.de

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